Meine Ausbildung

Meine klinische Ausbildung sticht besonders dadurch hervor, dass sie nicht nur ein sehr breites Spektrum an Fächern, sondern auch an technisch-wissenschaftlichen Niveaus umfasst.

Med. Staatsexamen 1985 in München. Klinische Ausbildung in Gynäkologie/Geburtshilfe, Chirurgie, Neurochirurgie, Radiologie, Innere Medizin an verschiedenen Universitätskliniken und Krankenhäusern bis 1995, anschließend 1 Jahr Assistenz in niedergelassener Praxis zur Vorbereitung. Einer der Höhepunkte waren 3 Jahre als Wissenschaftlicher Assistent in der Neurochirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover - das seinerzeit weltweit bekannteste Krankenhaus Deutschlands. Hier wird Medizin auf internationalem Spitzenniveau mit allen denkbaren technischen Möglichkeiten betrieben. Noch heute danke ich Herrn Prof. Dr. Dr. H. Dietz für diese eindrucksvolle Zeit.


Ein weiteres Highlight, sozusagen am anderen Ende des Spektrums, bildete eine 9 monatige "medizinische Abenteuerreise" nach West-Irian (indonesischer Teil Neuguineas), wo die Ureinwohner (Papua) in abgelegenen Regionen weder Metall noch Schrift oder Papier kennen. Die einzige Art der Fortbewegung ist Laufen, an den Küsten auch Kanufahren, abgesehen von gelegentlichen Flügen der Missionare. Handwerkliche Arbeiten vollführen sie mit Steinwerkzeugen, das Feuer darf niemals ausgehen, denn es muß durch Reiben von Holz erzeugt werden! Salz ist eine kostbare Rarität. Geld in unserem Sinne gab es nicht. Dies ging auch zwingend mit dem Erlernen der Sprache einher. Es war eindrucksvoll zu sehen, dass Heilkunst auch unter archaischen Bedingungen machbar und segensreich ist (z. B. Narkosen mit Äther), und dass man auch unter weitgehendem Verzicht auf Technik gute Diagnosen stellen kann.